Wir Züchten seit 2005 in RFD eV.



Die Aufzucht unserer Welpen

Unsere Bonny akzeptierete für ihren A-Wurf ihre Wurfkiste für die Geburt nicht, sondern entschied sie sich für eine Ecke im Garten, was bei 28C° im Schatten ein idealer Platz war. Sie scharrte sich eine Kuhle über die wir lediglich ein paar Laken legten, damit die Welpen nicht gar so in den Dreck fielen. So kam dann der erste Welpe am 18.06.05 um 14:01 Uhr zur Welt.
Da die Abstände sehr kurz waren ( 14:01 ; 14:12 ; 15:06 , 15:14 ; 15:26 ; 17:12 ; 17:19 ; 17:56 ; 18:20 ) schaffte es Bonny nur die Welpen rasch aus der Fruchtblase zu befreien und abzunabeln, bevor der Nächste kam.

Wir übernahmen dann erst einmal die Welpen, womit der erste menschliche Kontakt schon wenige Minuten nach der Geburt entstand. Wir notierten Geschlecht und Gewicht ( 3 Rüden und 6 Hündinnen von 390gr. bis 460gr.), legten sie dann in einen Korb und hielten sie warm. In der Wehenpause von 15:30 bis 17:00 legten wir die ersten Welpen der Mutter hin, worauf diese sofort anfing die Welpen erneut zu putzten und zu säugen.

Nachdem alle 9 Welpen vom Tierarzt untersucht worden waren kam auch schon der erste (menschliche) Besuch und die Mutter zeigte allen stolz ihre Welpen.

Am Abend zog die neue Familie in ihre Welpenkiste um, die nun auch von Bonny akzeptiert wurde. Von nun an wurden die Welpen ständig besucht. Freunde, Nachbarn, Kinder…alle wollten die Neuankömmlinge einmal streicheln. Da das Wetter in den folgenden Tagen schön blieb, legten wir die Welpen ab Mittags auf einer Decke nach draußen.

Die ersten drei Wochen mussten wir lediglich die Laken in der Welpenkiste auswechseln, alles andere machte die Mutter ganz alleine.

Ab Anfang der vierten Woche wurden die Welpen dann zugefüttert. Zuerst mit reinem Rindfleisch, später mit Welpenfutter vermischt.

Dadurch dass die Welpen zwischen Haus und Garten raus und rein konnten lernten sie schnell ihre Umgebung kennen und zeigten sich offen für alles Neue. Sie lernten die Geräusche eines Haushaltes genau so kennen, wie die Geräusche einer Straße oder spielender Kinder.
Sie lernten ihre Bedürfnisse auf der Wiese zu erledigen und miteinander zu spielen. Wir fuhren mit den Welpen im Auto zum Tierarzt (entwurmen, chippen und impfen), oder nahmen immer mal 2 oder 3 von ihnen mit, wenn wir andere Erledigungen machen mussten, wo Hunde mit durften. So lernten sie auch die Umweltreize kennen, die sich außerhalb von Haus und Garten abspielten.

Die kleine Schilderung, wie unser erster Welpenwurf bei uns aufgewachsen ist soll ihnen zeigen, dass uns eine familiengerechte Aufzucht unserer Welpen sehr am Herzen liegt. Wir wollen die natürlichen Instinkte der Hunde bewahren und lassen unseren Hündinnen gerade in der Phase der Geburt selbst entscheiden wo und wie sie ihre Welpen bekommen möchten. Sie sollen sich wohlfühlen und sich entspannt ihrer Aufgabe stellen können. Da wir sehr viel Wert darauf legen, dass unsere Hündinnen Vertrauen zu uns haben, ist auch für die Welpen der Grundstein gelegt, uns zu vertrauen.

Der frühe Welpenkontakt der zukünftigen Besitzer war und ist uns sehr wichtig, nicht nur damit der Welpe schonmal Kontakt aufnehmen kann, sondern damit auch wir uns ein Bild machen können, wie unsere Welpen später leben werden. Im Alter von 8 Wochen sind unsere Welpen dann in der Regel bereit für ihr neues Zuhause.

Der Berner braucht viel Platz und Auslauf, gutes artgerechtes Futter, eine konsequente aber liebevolle Erziehung und viel Zuneigung, da er einen sehr familiengebundenen Charakter hat.